Zusammenfassung

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Dieses Risiko kann durch die Behandlung mit oralen  Antikoagulanzien reduziert werden. Bislang ist unklar, ob die Beseitigung oder substantielle Reduktion von Vorhofflimmern durch eine Ablationsbehandlung auch das mit Vorhofflimmern assoziierte Schlaganfallrisiko reduziert. Sollte dies der Fall sein, dann könnten Patienten nach einer erfolgreichen Ablation möglicherweise die sonst lebenslang notwendige orale Antikoagulation absetzen. Allerdings muss dieser Vorteil gegen das verbleibende Risiko eines Schlaganfalls trotz Reduktion des Vorhofflimmerns abgewogen werden.

Die OCEAN Studie ist eine prospektive, unverblindete, randomisierte, kontrollierte Phase 4 Studie, in der medizinische Ansätze zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten verglichen werden, deren Vorhofflimmern durch Ablation erfolgreich beseitigt oder signifikant reduziert wurde. Die Studie vergleicht die orale Antikoagulationstherapie mit Rivaroxaban und die „Eine Aspirin am Tag“-Strategie nach Ablation bei Vorhofflimmern. Der primäre Endpunkt setzt sich zusammen aus Schlaganfall, systemischer Embolie stillem zerebralem Infarkt, definiert durch zerebrale Magnetresonanztomographie (MRT).

Über 1.500 Patienten mit einem moderaten Schlaganfallrisiko werden in vier Ländern in die Studie eingeschlossen werden.