CEC Zusammenfassung

Der Krankheitsverlauf des Vorhofflimmerns erstreckt sich oft über Jahre und Jahrzehnte. Insbesondere die in dem langen Verlauf auftretenden Komplikationen führen zu hohen Erkrankungsraten, verbunden mit wiederholten stationären Aufenthalten bis hin zum Tod durch Schlaganfall oder Herzversagen. Die bisherigen Aussagen zu Komplikationen des Vorhofflimmerns beziehen sich zumeist auf klinische Studien, die von einem selektierten Patientengut ausgehen. In der Forschung fehlen verlässliche Daten, die auf breit angelegten Registern mit hohem Fallzahlen und konsekutivem Einschluss beruhen.
Das AFNET-CEC Register erfasst die Häufigkeit von Komplikationen des Vorhofflimmerns. Dabei geht es um die Frage, ob die beobachteten Komplikationen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Vorhofflimmern stehen, ob und wie sie hätten verhindert werden können und welche Folgen sie für den Patienten und für das System der Gesundheitsversorgung haben.
Schwerpunkte der Nachbeobachtung und Beurteilung sind sowohl die besonders gravierenden Komplikationen als auch die nur wenig beschriebenen, klinisch und gesundheitsökonomisch jedoch als relevant eingestuften Komplikationen:

  • Periphere und zentrale kardembolische Ereignisse
  • Blutung unter Antikoagulation
  • Akute kardiale Dekompensation im Rahmen einer Tachyarrhythmie
  • Synkopen
  • Nebenwirkungen einer antiarrhythmischen medikamentösen oder invasiven Therapie
  • Wiederholte stationäre Aufnahmen wegen Vorhofflimmerns
  • Tod

 

Design

Registerstudie mit systematischer standardisierter zentraler und konsekutiver Erfassung von Komplikationen des Vorhofflimmerns in Krankenhäusern und Praxen

Methodik

Im Rahmen der Nachbeobachtung wurden die Komplikationen an das SAE (Serious Adverse Event) Zentrum in Brandenburg a.d.Havel gemeldet. Dort wurden die Befunde komplettiert und der Zusammenhang mit dem Vorhofflimmern durch ein Critical Event Committee (CEC) beurteilt. Das Komitee setzt sich aus zwei Kardiologen und einem Neurologen zusammen. Es erarbeitet eine kritische und systematische Einordnung der Ereignisse und entwickelt Programme zur Verbesserung der Therapie in der täglichen Praxis.