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Fortbildungsveranstaltung des Universitären Herzzentrums Hamburg
19.09.2009, 9:30 Uhr, Hörsaal Campus Lehre, UKE Hamburg
Im VHF-Portal der Firma Sanofi Aventis sind die Vorträge dieser Veranstaltung unter https://www.vhf-portal.de/index.php?ID=65 als Internetpräsentation abrufbar. Diese Internetseite steht nur registrierten Benutzern aus medizinischen Fachkreisen zur Verfügung. Um sich anzumelden, folgen Sie bitte dem Link und beachten Sie die Hinweise zur Registrierung rechts auf der Seite.
Unter dem Motto „Was gibt es Neues zur Therapie des Vorhofflimmerns in der Praxis?“ veranstaltete das Universitäre Herzzentrum Hamburg am 19.09.2009 eine „Vorhofflimmer-Akademie“. Rund 250 Ärzte kamen ins Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), um die Vorträge der Hamburger Vorhofflimmer-Spezialisten zu hören.
Das AFNET präsentierte sich als Partner und Mitveranstalter der CME-zertifizierten Fortbildung mit einem Infostand. Sponsor der Vorhofflimmer-Akademie war die Firma Sanofi Aventis.

Prof. Dr. Thomas Meinertz, Direktor der kardiologischen Klinik im UKE und Vorstandsmitglied im AFNET, referierte über aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Kompetenznetz Vorhofflimmern. Er präsentierte aus dem AFNET-Patientenregister Datenauswertungen insbesondere zur Versorgungsqualität und zur Antikoagulation: Während Patienten mit niedrigem Schlaganfallrisiko zum Teil überbehandelt werden, zeige sich bei den Hochrisikopatienten teils eine Unterbehandlung, d.h. unzureichende Antikoagulation. Insgesamt werden die Leitlinien jedoch besser befolgt als bisher vermutet. Darüber hinaus belegen die Registerdaten im Vergleich der unterschiedlichen Versorgungsebenen, dass eine adäquate Behandlung am besten bei niedergelassenen Kardiologen erreicht wird. „Die Leitlinien für Vorhofflimmern werden in den nächsten Jahren neu geschrieben werden müssen.“ prognostizierte Prof. Meinertz, denn sowohl im Bereich der Antikoagulation als auch bei der antiarrhythmischen Behandlung und bei der Katheterablation gebe es zurzeit wesentliche Neuerungen. Diese neuen Entwicklungen wurden dann in den folgenden Vorträgen näher erläutert.

Dr. Imke Drewitz gab einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Antikoagulation und ging dabei auch auf die neuen Thrombininhibitoren wie z.B. Dabigatran ein. Die vor kurzem publizierte Rely-Studie habe gezeigt, dass Dabigatran nicht schlechter sei als Warfarin und deshalb in Zukunft eine interessante Behandlungsalternative darstelle.
Im folgenden Vortrag von Prof. Dr. Stephan Willems, dem Leiter der Elektrophysiologie im UKE, ging es um die antiarrhythmische Therapie. Obwohl in bisherigen Studien kein Überlebensvorteil durch Rhythmuskontrolle gezeigt werden konnte, spreche doch vieles dafür, dass „Sinusrhythmus besser als Vorhofflimmern“ sei, erläuterte Prof. Willems und gab einen Überblick über aktuelle Studien, in denen neue antiarrythmische Behandlungsmethoden untersucht werden.

Dr. Boris Hoffmann informierte anschließend im Detail über den neuen Multikanalblocker Dronedaron: Die Studien haben gezeigt, dass Dronedaron die Reduktion des kombinierten Endpunktes aus Tod und kardiovaskulärer Hospitalisierung um rund ein Viertel senkt und mit wenig Nebenwirkungen behaftet ist. Subgruppenanalysen zeigten darüber hinaus eine Reduktion des Schlaganfallrisikos um etwa ein Drittel. Die Zulassung für den deutschen Markt wird in den nächsten Monaten erwartet.
Dr. Thomas Rostock referierte über aktuelle Entwicklungen in der interventionelle Therapie. Auch in diesem Vortrag standen praktische Aspekte im Vordergrund, beispielsweise die Frage, für welche Patienten eine Vorhofflimmerablation geeignet ist und welche Risiken damit verbunden sind.
Bilder: Sanofi Aventis
