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Absolute Arrhythmie | Völlig unregelmäßiger Herzschlag, bedingt meist durch Vorhofflimmern
ACE-Hemmer | blutdrucksenkende Substanzen, deren Wirkung auf einer Hemmung des Angiotensin-converting-Enzyms beruht. Es kommt zu einer Senkung des peripheren Gefäßwiderstands.
Aktionspotenzial | Spannungsänderung an der Zellmembran von Nerven und Muskeln. Die Membran ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Durchlässigkeit für Natrium- und Kaliumionen im Ruhezustand außen positiv und innen negativ geladen. Zwischen Innen- und Außenseite herrscht elektrische Spannung, das Membranpotenzial. Bei Erregung kommt es durch Änderung der Membrandurchlässigkeit zu einer kurzfristigen Änderung und Umkehr dieser Spannung, dem Aktionspotenzial.
Amiodaron | Antiarrhythmikum der Klasse III mit selektiv verlängernder Wirkung auf die Aktionspotenzialdauer.
Angiotensin II | körpereigener Stoff, der die Weite der Blutgefäße reguliert. Angiotensin II wirkt blutgefäßverengend und damit blutdrucksteigernd. Siehe auch ACE-Hemmer.
Angiotensin II Rezeptor Blocker | Medikamente, die die Wirkung von Angiotensin II am Gefäßsystem und am Herzen blockieren. Sie werden zur Therapie von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt.
Antiarrhythmika | Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
Antikoagulation | Blutgerinnungshemmung
AT1-Antagonisten | Angiotensin II Rezeptor Typ 1 Antagonisten, gleichbedeutend mit Angiotensin II Rezeptor Blocker
AV-Reentry-Tachykardie | Herzjagen durch Wiedereintritts-Erregung bei Vorliegen zusätzlicher Leitungsbahnen im Herzen
Beta-Blocker | Medikamente, die den Blutdruck und die Herzfrequenz senken, indem sie die Wirkung des Stresshormons Adrenalin blockieren. Zudem hemmen sie die Überleitung von den Vorhöfen auf die Kammern über den AV-Knoten.
Dabigatran | Wirkstoff, der den Blutgerinnungsfaktor Thrombin hemmt
Defibrillator | Gerät, das mittels Elektroschock eine akute Herzrhythmusstörung beseitigt. Die Geräte können sowohl extern (d.h. auf der Körperoberfläche) als auch intern (implantierbare Defibrillatoren, ICD) eingesetzt werden. Wird auch zur Kardioversion von Vorhofflimmern eingesetzt.
Dronedaron | Antiarrhythmikum (Multikanalblocker)
Echokardiographie (Herzecho) | Untersuchung des Herzens mit Ultraschall
Elektrokardiogramm (EKG) | Aufzeichnung der elektrischen Vorgänge am Herzen von der Körperoberfläche
Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) | Ableitung von Elektrokardiogrammen direkt aus dem Inneren des Herzens über einen Elektroden-Katheter. Hierüber können die verschiedenen Herzabschnitte auch elektrisch stimuliert werden, was eine Beurteilung der elektrischen Eigenschaften dieser Strukturen (z.B. AV-Knoten) ermöglicht; zudem können hierdurch Anfälle von Herzjagen, zu denen der Patient evtl. neigt, provoziert werden. Dies ist Voraussetzung für die Katheterablation vieler Rhythmusstörungen.
Embolie | plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch ein mit dem Blutstrom verschlepptes Gerinnsel (Embolus)
Flecainid | Antiarrhythmikum der Klasse Ic
Heparin | Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt.
Herzinsuffizienz | Leistungsschwäche des Herzens, zum Beispiel durch Pumpschwäche oder Klappenerkrankungen bedingt.
INR-Wert (International Normalized Ratio) | Kenngröße zur Überwachung einer blutgerinnungshemmenden Therapie mit oraler Antikoagulation (zum Beispiel Marcumar®)
Ionenkanäle | die Membranen von Nerven- und Muskelzellen verfügen über selektiv durchlässige Kanäle für z.B. Natrium-, Kalium- und Calcium-ionen. Durch Öffnen und schließen dieser Kanäle kommt es zu Änderungen des Membranpotenzials (siehe Aktionspotenzial).
Isoliertes Vorhofflimmern (Lone atrial fibrillation) | Vorhofflimmern ohne ursächliche Herzerkrankung
Kammerflimmern | lebensgefährliche Rhythmusstörung der Herzkammern mit einer Frequenz von über 300 Schlägen pro Minute. Dabei wird kein Blut mehr gepumpt.
Kardiomyopathie | angeborene oder erworbene Erkrankung des Herzmuskels; dilative Kardiomyopathie: K. mit eingeschränkter Pumpfunktion und Erweiterung der Herzkammern; hypertrophe Kardiomyopathie: K. mit Verdickung der Herzmuskulatur („Herzverfleischung“)
Kardioversion | Wiederherstellung des normalen Sinusrhythmus bei Patienten mit Vorhofflimmern durch einen Elektroschock (elektrische Kardioversion) oder durch Medikamente (medikamentöse Kardioversion)
Katheterablation | Methode zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen | Über einen Herzkatheter werden gezielt Strukturen im Herzen verödet, um die Ursache der Rhythmusstörung zu beseitigen.
Koronare Herzerkrankung | Sammelbegriff für die verschiedenen Manifestationen von Verengungen der Herzkranzgefäße (zum Beispiel Angina pectoris, Herzinfarkt).
Marcumar® | Medikament zur Blutverdünnung, Blutgerinnungshemmung
Myokarditis | Entzündung des Herzmuskels
Paroxysmales Vorhofflimmern | anfallsartiges Vorhofflimmern, das von selbst wieder aufhört
Permanentes Vorhofflimmern | chronisches, dauerhaft bestehendes Vorhofflimmern, das sich nicht mehr beenden lässt.
Persistierendes Vorhofflimmern | Vorhofflimmern, das nicht spontan endet, aber durch Kardioversion beendet werden kann
Propafenon | Antiarrhythmikum der Klasse Ic
Sinusknoten | Zellansammlung im Dach des rechten Vorhofs, die elektrische Signale erzeugt und als natürlicher Schrittmacher des Herzens dient.
Sinusrhythmus | normaler Herzrhythmus, der vom Sinusknoten erzeugt und auf die Kammern übergeleitet wird.
Sotalol | Antiarrhythmikum der Klasse III
Tachymyopathie | durch anhaltend zu schnellen („Tachy...“) Herzschlag entstehende Herzschwäche
Tele-EKG | mobiles scheckkartengroßes EKG-Aufnahmegerät. Die aufgezeichneten Signale können per Telefon weiter übertragen werden.
Thrombus | Blutgerinnsel
Vitamin K Blocker | Substanzen, die die Wirkung des Vitamin K blockieren und damit die Blutgerinnung hemmen (z. B. Marcumar®).
Vorhofflattern | Rhythmusstörung mit Kreiserregung im rechten oder linken Vorhof mit regelmäßiger oder unregelmäßiger Überleitung auf die Kammern.
Vorhofflimmern | Rhythmusstörung der Herzvorhöfe mit ungeordneter Vorhoftätigkeit. In der Regel geht Vorhofflimmern vom linken Vorhof aus und führt oft zu häufiger, unregelmäßiger Überleitung der Vorhofimpulse auf die Herzkammern.
WPW-Syndrom | manifestes Wolff-Parkinson-White-Syndrom | anfallsartiges Herzrasen, bedingt durch eine Kurzschlussverbindung zwischen Vorhöfen und Herzkammern, wodurch die hemmende Wirkung des AV-Knotens umgangen wird.
Vorhofflimmern hat viele Gesichter
Volkskrankheit Vorhofflimmern in Deutschland
Was geschieht im flimmernden Vorhof?
Die Krankheit an der Wurzel behandeln
Schlaganfallrisiko senken durch blutverdünnende Medikamente
Zurück in den Sinusrhythmus – Medikamente gegen Vorhofflimmern
Wenn Medikamente nicht wirken – Katheterablation
Chirurgische Behandlung des Vorhofflimmerns
Vorbeugung mit dem Herzschrittmacher
