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Die Veränderungen der elektrischen Eigenschaften des Vorhofgewebes (elektrisches „Remodeling“) bei Vorhofflimmern werden auf zelluläre Umbauprozesse zurückgeführt, die mit einer veränderten Aktivität von atrialen Ionenströmen einhergehen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die molekularen Mechanismen des elektrischen Remodeling bei unterschiedlichen Formen von Vorhofflimmern und dessen Beeinflussbarkeit durch Pharmaka aufzuklären.
| Design: |
Die elektrischen Eigenschaften des Vorhofs werden in einer offenen Studie bei Patienten mit Sinusrhythmus in vivo und in vitro untersucht und mit denen von Patienten mit Vorhofflimmern verglichen. |
| Ziel: |
Ziel der Studie ist es, die molekularen Mechanismen des elektrischen Remodelings bei paroxysmalem bzw. chronischem Vorhofflimmern aufzuklären. Dabei soll geprüft werden, ob elektrisches Remodeling durch Pharmaka umkehrbar ist. Weiterhin sollen die zeitlichen Veränderungen von Ionen-Strömen sowie deren Beeinflussbarkeit durch genetische Faktoren (G-Protein ß3-Untereinheit C825T-Polymorphismus) bestimmt werden. Die hier gewonnenen Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Vorhofflimmern und möglicherweise zu neuen Therapieansätzen beitragen. |
| Methodik: |
Die Rekrutierung der genannten Patienten erfolgt aus dem klinischen Patientenkollektiv des Herzzentrums Dresden. Es wird angestrebt, die geplanten in vivo und in vitro Untersuchungen an demselben Patienten durchzuführen. Monophasische Aktionspotentiale werden bei Patienten, die sich einer Operation am offenen Herzen unterziehen müssen, intraoperativ abgeleitet. Für die in vitro Untersuchungen wird Vorhofgewebe aus dem rechten Herzohr genutzt, das beim Anschluss des Patienten an den extrakorporalen Kreislauf anfällt. Das Herzohrgewebe wird für die Bestimmung der Expression von Ionenkanälen (PCR- bzw. Western-Blot-Technik) und für die Isolierung von einzelnen Myozyten und/oder Trabekelpräpationen verwendet. In letzteren wird die Aktivität von Ionen-Strömen gemessen (Patch-Clamp-Technik) bzw. die Ableitung von Aktionspotentialen (Mikroelektroden-Technik) vorgenommen. |

Prof. Dr. med. Dobromir Dobrev
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Med. Fakultät der Technischen Universität Dresden
Fetscher Straße 74
01307 Dresden
Tel: 03 51 / 458 62 79
Fax: 03 51 / 458 63 15
E-Mail: dobrev@rcs.urz.tu-dresden.de
Christ T, Boknik P, Wöhrl S, Wettwer E, Graf EM, Bosch RF, Knaut M, Schmitz W, Ravens U, Dobrev D (2004) Reduced L-type Ca2+ current density in chronic human atrial fibrillation is associated with increased activity of protein phosphatases. Circulation, 110: 2651-2657.
Vest JA, Wehrens XHT, Reiken SR, Lehnard SE, Dobrev D, Chandra P, Danilo P, Ravens U, Rosen MR, Marks AR (2005) Defective cardiac ryanodine receptor regulation during atrial fibrillation. Circulation, 111: 2025-2032.
Gaborit N, Steenman M, Lamirault G, Le Meur N, Le Bouter SL, Lande G, Leger J, Charpentier F, Christ T, Dobrev D, Escande D, Nattel S, Demolombe S (2005) Human atrial ion channel and transporter subunit gene expression remodelling associated with valvular heart disease and atrial fibrillation. Circulation, 112: 471-481.
Dobrev D, Friedrich A, Voigt N, Jost N, Wettwer E, Christ T, Knaut M, Ravens U (2005) The G-protein gated potassium current IK,ACh is constitutively active in patients with chronic atrial fibrillation. Circulation, 112: 3697-3706.
