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Design: |
Prospektive, dreiarmige, randomisierte, kontrollierte, offene multizentrische Studie mit parallelem Design. Die Hypothese wird am Beispiel des zugelassenen Antiarrhythmikums Flecainid überprüft. |
Ziel: |
Die elektrische Kardioversion kann in fast allen Fällen persistierendes Vorhofflimmern erfolgreich beenden. Die Rezidivrate von Vorhofflimmern nach Kardioversion liegt jedoch bei etwa 70%. Die meisten Rezidive treten in den ersten Tagen und Wochen nach Kardioversion auf, wenn sich das elektrische Remodeling der Vorhöfe noch nicht wieder zurückgebildet hat. Antiarrhythmika können diese Rezidivrate in etwa halbieren, haben jedoch bedeutsame Nebenwirkungen, z.B. Proarrhythmie. Es gibt keine sicheren Informationen über die optimale Dauer einer Antiarrhythmika-Therapie. Da sich die durch atriales remodeling bedingte Verkürzung des Vorhofaktionspotentials nach Kardioversion in wenigen Wochen zurückbildet, ist es vorstellbar, dass ein Antiarrhythmikaschutz über diesen kurzen Zeitraum ausreichend zur Verhinderung von Vorhofflimmer-Rezidiven sein könnte. Eine solche Kurzzeit-Therapie könnte nicht nur Therapiekosten sparen, sondern auch die Antiarrhythmika-Rezidivprophylaxe für Patientengruppen zugänglich machen, bei denen bislang aufgrund von Risiko-Nutzen-Abwägungen die möglichen Gefährdungen der Langzeit-Antiarrhythmika-Therapie im Vordergrund standen. |
Methodik: |
Doppelblinde, randomisierte, prospektive Studie. Hierarchische Analyse in zwei Schritten mit Fallzahladaption nach dem ersten Analyseschritt. Einschluss von Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern nach Kardioversion. Randomisierung auf einen der drei Studienarme (keine Therapie mit Flecainid, Standard-Dauertherapie mit Flecainid, Kurzzeit-Therapie mit Flecainid). Tägliche Tele-EKG-Überwachung zur optimalen Erfassung von Vorhofflimmer-Rezidiven unabhängig von Symptomen. Primärer Endpunkt: Zeit bis zum ersten Rezidiv von persistierendem Vorhofflimmern, überprüft durch tägliche, binnen 24 Stunden zentral ausgewertete Tele-EKG-Aufzeichnungen (Scheckkarten-EKG). |
Im Oktober 2009 wurde der Patienteneinschluss in die Studie beendet. Die Nachuntersuchungsphase wird im späten Frühjahr 2010 beendet werden können. Die Ergebnisse werden im Jahr 2010 erwartet.
Kirchhof P, Fetsch T, Hanrath P, Meinertz T, Steinbeck G, Lehmacher W, Breithardt G. Targeted pharmacological reversal of electrical remodeling after cardioversion - rationale and design of the Flecainide Short-Long (Flec-SL) trial.
Am Heart J 2005; 150: 899.
Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Paulus Kirchhof
Medizinische Klinik und Poliklinik C
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster
Tel: (0251) 83-45185
Fax: (0251) 83-47864
E-Mail: kirchhp@uni-muenster.de
Lebenslauf

Univ.-Prof. Dr. med. Günter Breithardt
Klinik-/Institutsdirektor
Medizinische Klinik und Poliklinik C
Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster
Tel. (0251) 83-47617
Fax (0251) 83-47864
g.breithardt@uni-muenster.de
Infoblatt (PDF, 1 Seite, 247KB) zum Teilprojekt B11
Bildschirmpräsentation zur Flec-SL-Studie (Powerpoint, 2MB)
Die Flec-SL-Studie ist registriert unter ISRCTN62728743 und unter NCT00215774
