AXAFA Zusammenfassung

Fünf bis 15 Prozent aller Patienten mit Vorhofflimmern unterziehen sich einer Katheterablation. Während der Ablation und danach benötigen die Patienten Antikoagulation, um das durch die Ablation bedingte Schlaganfallrisiko zu verringern. Faktor Xa Inhibitoren und direkte Thrombin-Inhibitoren sind neue orale Antikoagulanzien (NOAKs), die eine Alternative zur Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) bieten. Ihr Einsatz zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern wurde in mehreren großen klinischen Studien bewertet. Bisher wurde nicht untersucht, ob NOAKs auch im Zusammenhang mit der Katheterablation von Vorhofflimmern eingesetzt werden können.

Im Rahmen der AXAFA Studie wird untersucht, ob die Antikoagulation mit dem direkten Faktor Xa Inhibitor Apixaban bei Vorhofflimmerpatienten während und nach einer Katheterablation Komplikationen wie Todesfälle, Schlaganfälle oder größere Blutungen genauso sicher verhindert wie die VKA-Therapie. Die prospektive, randomisierte, verblindete, multizentrische Studie wird 630 Patienten einschließen, die such einer Katheterablation unterziehen. Etwa 50 Studienzentren – 25 in Europa und 25 in den USA, die Katheterablationen routinemäßig durchführen, werden Patienten nach vorheriger Aufklärung und Einwilligung in die Studie einschließen.

Die Studienteilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die eine Gruppe mit dem Faktor Xa Inhibitor Apixaban und die andere mit Vitamin-K-Antagonisten behandelt wird. Die Einnahme der Medikamente beginnt mindestens 30 Tage vor der geplanten Katheterablation. Bei Patienten, bei denen Blutgerinnsel in den Herzvorhöfen durch eine transösophageale Echokardiografie (TEE) ausgeschlossen worden sind, kann der Zeitraum auch kürzer sein. Nach der Ablation wird die Medikation über drei Monate fortgesetzt. Alle Patienten werden nach den aktuellen Leitlinien behandelt.