Rationale und Hintergrund

Obwohl über sechs Millionen Menschen in Deutschland unter chronischer Nierenerkrankung (CKD Stadium 5D) leiden, überleben nur ca. 120.000 Patienten im Stadium 4 und ca. 85.000 Patienten im Stadium 5. Der Grund für diese hohe Sterblichkeit liegt unter anderem in dem höheren Risiko, an thromboembolischen Ereignissen und Blutungen zu erkranken.

Patienten mit besonders fortgeschrittener Nierenerkrankung im CKD Stadium 5D und mit Vorhofflimmern weisen im Vergleich zu anderen niereninsuffizienten Patienten mit niedrigeren CKD Stadien oder Vorhofflimmerpatienten ein signifikant erhöhtes Schlaganfallsrisiko auf. Trotzdem wurde der Behandlung  dieser hoch morbiden Patientengruppe mit Antikoagulanzien bisher nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Apixaban ist ein neues, zugelassenes Antikoagulanz, das durch seine geringe renale Ausscheidung (<30 Prozent der Gesamt-Clearance) eine optimale Alternative zu der Behandlung mit Vitamin-K Antagonisten, insbesondere bei Patienten mit geringer eGFR (eGFR = estimated GFR = geschätzte glomuläre Filtrationsrate), darstellt. Durch seine orale Einnahme ist es einfach anzuwenden; außerdem sind wöchentliche INR Kontrollen nicht notwendig.

Aus diesem Grund zielt die AXADIA Studie darauf ab, herauszufinden, ob die Gabe von Apixaban (2x 2,5 mg täglich) bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz und Vorhofflimmern Blutungen sowie thromboembolische Ereignisse  besser verhindern kann als der Vitamin-K Antagonist Phenporcoumon.